Perspectivas laborales: Se necesitan técnicos (electroinstaladores, polimecánicos, mecánicos de coche,...)

Fecha de publicación: 10 de diciembre de 2014

Die Aussichten verschiedener Berufsgruppen in der Schweiz
Dringend gesuchte Techniker

Absolventen einer Berufslehre haben in der Schweiz meist gute Berufsaussichten. Besonders gut sind die Perspektiven in technischen Berufen. Unterdurchschnittlich sind die Anstellungschancen für persönliche Dienstleister wie Coiffeure oder Köche.
Die Berufswahl zählt zu den zentralen Entscheiden im Leben von Jugendlichen. Trotz dem Trend in Richtung Gymnasium (die gymnasiale Maturitätsquote stieg seit 1985 von 12% auf 20%) bleibt die Berufslehre mit einem Anteil von rund zwei Dritteln der zahlenmässig bedeutendste Weg. Die Berufschancen für Lehrabsolventen sind generell gut, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Berufsgruppen sind zum Teil aber deutlich. Das geht aus einer Studie des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich hervor, die im Auftrag des Wirtschafts- und Bildungsdepartements erstellt wurde. Die neuste Ausgabe der Bundeszeitschrift «Die Volkswirtschaft» zeigt eine Zusammenfassung der Untersuchung.

Wachstumssparte Gesundheit

Die Forscher untersuchten die Aussichten anhand von Kriterien wie Erwerbslosenquote, Unterbeschäftigung, Lohnniveau, Weiterbildung und offene Stellen – und all dies aus kürzerfristiger Optik (für 18- bis 25-Jährige) wie aus längerfristiger Optik (26- bis 54-Jährige). Insgesamt besonders gut schneiden nicht ganz überraschend die technischen Berufe ab – mit klar unterdurchschnittlichen Erwerbslosenraten über die letzten 10 Jahre (vgl. Grafik), einer nur geringen Unterbeschäftigung und weit überdurchschnittlichen Löhnen. Zu den typischen technischen Berufen zählt die Untersuchung unter anderem Elektroinstallateure, Polymechaniker und Automechaniker.

 

Relativ gut stehen auch medizinische und soziale Berufe da, namentlich dank tiefer Arbeitslosenquote und relativ stark verbreiteter Weiterbildung. Zu dieser Berufsgruppe zählt die Studie etwa Fachpersonen für Gesundheit und Betreuung, medizinische Praxis- und Dentalassistenten. Das Gesundheits- und Sozialwesen gilt angesichts der Alterung der Bevölkerung als «Wachstumsbranche». Lohnmässig stechen diese Berufe allerdings nicht heraus; böse Zungen würden sagen, weil diese Berufsgruppen einen sehr hohen Frauenanteil haben (fast 90%). Unabhängig davon dürfte die relativ starke Einwanderung im Gesundheits- und Sozialwesen Lohnanstiege in diesem Sektor bremsen.

Unterdurchschnittlich sind derweil die Aussichten in Berufen für persönliche Dienstleistungen (wie Coiffeur und Koch) sowie in Verkaufsberufen. Dies gilt für Beschäftigungsaussichten ebenso wie für Löhne und Weiterbildungsbeteiligung. Immerhin weisen auch diese beiden Berufsgruppen für 26- bis 54-Jährige Erwerbslosenquoten im Durchschnitt von 2004 bis 2013 von unter 4% aus – was sich im internationalen Vergleich sehen lässt.

Viele wechseln den Beruf

Bemerkenswert ist auch die Berufsmobilität. Schon drei Jahre nach dem Lehrabschluss haben – je nach Berufsgruppe – 20% bis 40% den Beruf gewechselt, wobei die Betroffenen laut dem Stellenmarkt-Monitor zu einem grossen Teil nicht in einen verwandten Beruf wechseln. Auffallend hoch ist demnach die Wechslerquote bei den «gewerblichen Berufen» (wozu zum Beispiel Schreiner, Bäcker und Metzger gehören) sowie bei den Büroberufen.

Die vielen Berufswechsel unterstreichen einen Gemeinplatz der Bildungspolitik zur Berufslehre: Die Lehre ist nach wie vor eine gute Grundlage für das Berufsleben, doch der Lehrabschluss ist noch längst nicht das Ende des Lernens.

Sehr gute Berufsaussichten liefert die Kombination der Berufslehre mit einer Fachhochschule. Mittlerweile machen rund 10% bis 15% der Jugendlichen eine Berufsmaturität, die den Zugang zu den Fachhochschulen eröffnet. Die sogenannte Bildungsrendite (die sich aus der Gegenüberstellung der Bildungskosten und den dank Zusatzbildung erreichten Zusatzeinkommen ergibt) ist bei den Fachhochschulen besonders hoch. Doch auch andere Wege wie die höhere Berufsbildung weisen gute Renditen aus. Und dabei ist die persönliche Befriedigung über Bildungsfortschritte und eine tendenziell interessantere berufliche Tätigkeit noch nicht einmal eingerechnet.