La fortaleza del franco deja pocas huellas en el mercado laboral

Fecha de publicación: 18 de marzo de 2015

Schweizer Arbeitsmarkt
Starker Franken zeigt noch kaum Spuren

Trotz Zunahme der Kurzarbeit: Der Schweizer Arbeitsmarkt präsentiert sich derzeit noch robust. Verschiedene Konjunkturprognosen zeigen zudem ein leicht besseres Bild als kurz nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses.
Beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat man sich bei der Präsentation der jüngsten Arbeitslosenzahlen zuversichtlich gezeigt. Es lägen derzeit keine Anzeichen für eine grosse Eintrübung vor, meinte Oliver Schärli, Leiter Arbeitsmarkt und Arbeitslosenversicherung. Schärli sprach bei der Erläuterung der Statistiken von einer historischen Stabilität: Seit Januar 2013 oszilliere die Arbeitslosenquote in der Schweiz um tiefe 3,2%. Doch die jüngsten Zahlen sollten mit Vorsicht genossen werden, denn die Arbeitslosenstatistik reagiert mit einer gewissen Verzögerung auf konjunkturelle Schwankungen.

Mehr Kurzarbeit

Die Zahlen zur Kurzarbeit könnten einen Hinweis liefern, ob der starke Franken bereits erste Spuren hinterlassen hat. In der Tat waren im Februar mit 9165 Arbeitnehmern rund dreimal mehr Personen von Kurzarbeit betroffen als noch im Monat Dezember. Schärli betont allerdings, dass dieser Anstieg im historischen Vergleich gering sei. So verrichteten während der Rezession des Jahres 2009 knapp 90 000 Arbeitnehmer Kurzarbeit, fast zehnmal mehr als im vergangenen Monat.

 

Das gleichentags veröffentlichte Arbeitsmarkt-Barometer von Manpower weist ebenfalls darauf hin, dass die Auswirkungen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses weniger dramatisch ausfallen könnten als gemeinhin angenommen. Demzufolge rechnen 11% der rund 750 befragten Arbeitgeber mit einem Personalausbau – nur 5% erwarten einen Rückgang. Dass dabei besonders die Beschäftigung im öffentlichen Sektor und im Sozialwesen weiter ausgebaut werden soll, gibt allerdings zu denken. So stieg die Beschäftigung im staatlichen Sektor in den vergangenen Jahren bereits überproportional stark an.

Dem positiven Ausblick, den das Arbeitsmarkt-Barometer wiedergibt, stehen in jüngerer Vergangenheit vermehrt Ankündigungen von Stellenkürzungen gegenüber. So wollen unter anderem alleine UPC Cablecom SR Technics und Manor bis zu 750 Stellen abbauen. Zudem scheinen gewisse Branchen mehr zu kämpfen; die Zahl registrierter Stellensuchender im Bausektor nimmt seit einigen Jahren zu. Wie am Dienstag der Schweizerische Baumeisterverband bekanntgab, weisen die jüngsten Zahlen auf eine Abkühlung hin. Zwar hätten die Umsätze 2014 mit knapp über 20 Mrd. Fr. einen Rekord erreicht, aber im vierten Quartal resultierte ein Rückgang um 7%.

Erratische Prognosen

Nicht überall ist der Ausblick aber derart düster. Das, obwohl viele Ökonomen, kaum hatte Nationalbankpräsident Thomas Jordan die Aufhebung des Mindestkurses bekanntgegeben, teilweise alarmistische Töne angeschlagen hatten. Von einem massiven Einbruch des Wirtschaftswachstums war die Rede. Nun krebsen die ersten Forschungsinstitute zurück. Nachdem die Ökonomen des BAK Basel im Februar noch mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts um 0,2% gerechnet haben verkünden sie keine dreissig Tage später ein sattes Wachstum von 1% .

Weniger optimistisch sieht es der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse , wenn auch hier nicht mit einer Rezession gerechnet wird. So soll die Schweizer Wirtschaft 2015 um rund 0,6% wachsen. Zudem wird mit einer leicht höheren Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt von 3,7% gerechnet. Obwohl in den offiziellen Statistiken derzeit noch kaum Spuren des starken Frankens zu erkennen sind, ist es für eine Entwarnung wohl noch zu früh.

Fuente: NZZ, 11.03.15